Ecoutez

© 2012, Kaze Records, Wien

tracks:

01 - Congo Lamuka

02 - Protect yourself

03 - Coltan

04 - Ecoutez

05 - Unakuenda wapi

06 - Tschaku

07 - Nostalgie bolingo

08 - Polé polé

09 - Damu

10 - Domination system

11 - Belle Africa beauté sabotée

12 - La dent de Lumumba

13 - Congomani

14 - Ecoutez Pop

15 - Rap makoul

16 - Bonus track: Kangela sings Oh Lord


ECOUTEZ hier kaufen:

iTunes   amazon


MusikerInnen:

Norma D'Aurora, background vocals | Gerhard Buchegger, piano | Marcus Carr, rap | Sergey Fadeev, accordeon | Patricia Ferrara, background vocals | Gloria Fundi, background vocals | Yannick Fundi, piano | Ute Groh, cello | Florian Jauker, bass | Gilbert Knotzer, bass & keyboards | Edith Lettner, saxophone | Zira Lubanda, background vocals | Theresa Meckel, viola | Hottensia Muchai, background vocals | Guy Ndongala, lead guitar | Ibu Nga Ba, percussion | Richmond Ojobor, trompet | Ewa Paprotna, background vocals | Peter Schroll, acoustic guitar | Keba Sissoko, kora | Parvez Syed, keyboards | Prudence Tambwe Ngolo, background vocals | Alee Thelfa, drums| Prince Zeka, lead vocals, background vocals, rap, choir, lead guitar, rhythm guitar, picking guit, bass, keyboards, drums

Hintergrund:

Prince Zeka überrascht wieder mit einem wunderschönen Album, das er diesmal seiner Heimat, der Dem. Rep. Kongo, widmet. In 15 Songs verweist er sowohl auf die enormen Reichtümer als auch auf die vielfache Ausbeutung seines Heimatlandes.

So handelt der Titelsong "Ecoutez" von der täglichen Grausamkeit des Krieges in der Region Kivu, dem Osten des Landes.

In "Una kwenda wapi" stellt Prince Zeka die Frage, wohin Kivu gehen wird und stellt sich ausdrücklich gegen eine "Balkanisierung" dieser Region.

"Coltan" thematisiert die katastrophalen Umstände, unter denen im Kongo Coltan abgebaut wird - jenes Erz, aus dem Tantal gewonnen wird, ein Metall, welches zur Herstellung von Notebooks, iPads, iPods, Handys und v. a. elementar ist.

In "La dent de Lumumba" fordert er die Rückgabe der Zähne von Patrice Lumumba, die bis heute in Belgien sind, nachdem sie der belgische Kommissar Gérard Soete aus der in Säure aufgelösten Leiche Lumumbas entnommen hatte.

"Congo Lamuka" richtet sich unmittelbar an die KongolesInnen, damit sie ein Bewusstsein über die dramatische Situation ihres Landes entwickeln und aktiv gegensteuern.

"Rap Makoul" plädiert für ein Zusammenleben in Frieden: tanzen statt kämpfen!

Als „Embassador of peace“ ist es Prince Zeka’s zentrales Anliegen, in seinen Songs die mehrfache Ausbeutung seines Landes und den Krieg, der seit mehr als 13 Jahren im Osten des Kongo tobt, und bisher mehr als 8 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, zu thematisieren und ins Bewusstsein zu rücken.
Rebellen der Nachbarländer wie Burundi, Uganda und besonders Ruanda - am schlimmsten die M23 - gieren nach den wertvollen Rohstoffen dieser Region. Besonders Coltan, aus dem Tantal gewonnen wird und das für die Produktion von Mobiltelefonen und Notebooks unerlässlich ist, wird unter unmenschlichen Bedingungen gefördert und ungeregelt verkauft. Die Bergarbeiter - sehr häufig Kinder - riskieren beim Abbau ihr Leben. Sie graben mit bloßen Händen Löcher in den Boden - und damit sehr häufig auch ihr eigenes Grab.

Von den Rohstoffen, die aus dem Kongo geplündert und über illegale Transportwege in alle Welt verteilt werden, profitieren an erster Stelle die reichen Industriestaaten und Konzerne. Die Waffen, mit denen KongolesInnen ermordet werden, stammen großteils von Rüstungskonzernen aus Europa. Kongo, das an Bodenschätzen reichste Land der Welt, wurde durch korrupte Regierungen zu einem Armenhaus, in dem die Bevölkerung unter dem Zusammenbruch sämtlicher Infrastrukturen und staatlicher Regulative leidet.